Sorry, dass es so lange nichts Neues im Blog von mir gab. Lissy war zu Besuch, 4 Wochen, davon 2,5 Wochen im Süden in Yunnan, toller Urlaub, aber keine Zeit zum Schreiben. Kaum ist Lissy weg, geht’s wieder weiter mit meinen Erlebnissen in China. Auf jeden Fall mal ein gutes neues Jahr an alle.
Habe gerade Lissy mit der bangen Frage zum Flughafen gebracht, ob ihr Gepäck 30 kg unterschreitet. In Deutschland eher ein Shopping-Mauerblümchen mit den immer wieder kehrenden Fragen, gefällt es mir wirklich, steht es mir wirklich, habe ich was passendes dazu, hat sie den Titel Shopping-Queen in China redlich verdient. Naja, es sind auch viele kleine Mitbringsel für Freunde dabei.
Auf das Check-In-Band gelegt, genau 30,4 kg, keine Regung des Check-In Menschens, Glück gehabt, haben nämlich gehört, dass die in China ganz genau sein sollen. Weiter vor uns mussten auch schon welche auspacken und Sachen zurücklassen.
Für’s Restaurant blieb keine Zeit und sowieso waren alle geschlossen – Freitag abend 22.30 Uhr in der internationalen Abflughalle, und sowas will eine Metropole sein, pffff – egal, kurzer Abschied, rein in den Abflugbereich, Problem Handgepäck. Wie gesagt, die Chinesen sind streng, mit zwei Personenwagen ausgerüstet wurde fast jedes Handgepäck von zwei Polizisten auf Konformität mit den IATA-Regeln –weiß jemand, wer die IATA ist – getestet.
Das Problem, Lissys Handgepäck war voller schwerer Sachen, die das Koffergewicht nicht belasten sollten. Außerdem zwei Taschen, statt nur einer. Ich hatte für den Fall der Fälle ein paar Tüten dabei, um die Sachen mit zu mir nach Hause nehmen zu können, sie wurden aber nicht gebraucht. Während beide Polizisten mit ein paar anderen wegen zu schwerer Taschen diskutierten, schlich Lissy sich durch die Mitte und sie ward von mir nicht mehr gesehen, d.h. kein Problem mit den Taschen.
Richtig Glück gehabt, ich wartete noch 15 Minuten, falls sie doch noch zurückkommen würde, um Gewicht in Shanghai zu lassen, doch sie kam nicht. Gut so, bekam ich doch eine coole Show geboten. Ich würde mal behaupten, jeder fünfte hatte zu viel Handgepäck, d.h. entweder einen anderen Passagier, der wenig Handgepäck hat, anlabern, dazu überreden das Handgepäck an den Polizisten vorbeizutragen und es danach wieder den Besitzer zurückgeben, oder Sachen in Shanghai lassen oder zum Check-In zurückgehen und das Handgepäck einchecken.
Naja, diskutiert wurde dabei immer, die Polizisten hatten sichtlich Spaß jedes Köfferchen auf die Waage zu stellen und grimmig dabei zu gucken. Am wenigsten Glück hatten die vielen Japaner, da die in Shanghai erstandenen Tüten von Luxus-Marken einfach zu schwer für die Sicherheitsleute waren. Auch zwei Einkaustüten sind zu viel. Laut IATA darf das Handgepäck nur einen Koffer und eine Tüte Waren umfassen. Zwei Tüten mit eingekauften Waren und kein Koffer geht also nicht,…
Auf der Rückfahrt dann noch ein typischer chinesischer Taxifahrer, ja keine Wärme im Auto aufkommen lassen. Eingestiegen, mollig warm, Pulli aus, nach einiger Zeit, Taxifahrer-Fenster bisschen auf, 10 Minuten später Fenster halb auf, 10 Minuten später Fenster ganz auf und mantafahrer-mäßig durch Shanghai cruisen. Als dann auch noch das Fenster der Beifahrerseite halb auf war, saß ich schon längst in meiner Winterjacke mit aufgezogener Mütze im Taxi, draußen waren nämlich nur maximal 3° C.