Meine Cappuccino-Buch-Idee hat Zukunft, ich trinke ihn weiterhin sehr, sehr gerne und es war das Gesprächsthema, als ich zu Hause war, keine Anekdoten über die Chinesen, nein, Cappuccino hier, Cappuccino dort, ich freue mich schon auf die Frei-Cappuccinos, damit ich Cafes gut bewerte, obwohl bestechen lasse ich mich nicht, der Cappuccino-Geschmack ist mir heilig, außerdem wurde mir mittlerweile bestätigt, dass ich Cappuccino nicht zum Wachmachen missbrauche, sondern ein Cappuccino-Genießer bin, ein gutes Gefühl, so gut, dass ich mittlerweile ohne Reue auch nachmittags einen Cappuccino in Italien trinken kann, obwohl, so richtig Italien war es ja nicht, ihr wisst schon, Südtirol.
Wein trinke ich ja auch gerne, leider kenne ich mich dabei nicht so gut aus, was ich weiß, bei Wein schmeckt man den Preis, den man zahlt, dasselbe gilt für Cappuccino, zumindest in Asien. Also, zwei neue Topadressen für Cappuccino in Shanghai, beides nicht oft bezahlbar – besser gesagt, nur bezahlbar, wenn man unbedingt ein Cappuccino-Wie-In-Italien-Erlebnis haben will -, die Reihenfolge ist schwer, der Preis gleich, aber der Flughafen gewinnt, einmal die Schwester zum Flughafen gebracht, einmal selbst nach Japan geflogen – dabei extra ein bisschen früher losgefahren, um in Ruhe einen Cappuccino trinken zu können – zusammen 10 €, heißt 5€ pro Cappuccino, Terminal 1, Cafe mit italienischem Namen, lustig den Leuten beim Check-In zuzugucken, dazu einen leckeren Cappuccino, cremig wie in Italien, ein leckerer Cafe, ein Traum, selbst um 9 Uhr morgens nach 3 Stunden Schlaf, besser geht’s nicht, wie gesagt, die Top-Adresse in Shanghai, leider nur ca. 50 Kilometer von mir entfernt und viel zu teuer. Auf Platz 2, ganz knapp geschlagen, am People Square, also nur 4 U-Bahn-Stationen von mir entfernt, 5€ wert, ein cremiger Cappuccino mit Blick auf den People Square mit Chinesen beim Versuch Touristen in teure Tee-Zeremonien zu schleppen, der Vorteil, geht man vorher oder nachher ins Museum reduziert sich der Preis um den Museumseintritt, dann ist der Cappuccino auch wieder im normalen Preissegment, und daher der Gewinner im Preis-Leistungsverhältnis, ein weiterer Vorteil, man kann draußen sitzen, obwohl, der Vorteil zieht zumindest jetzt nicht mehr, da ich seit ca. 1 Woche sehr froh bin, in einem wohl klimatisierten Büro Praktikum zu machen, Hitze, Luftfeuchtigkeit und Schweißproduktion auf uneuropäischen Werten.
Weiter nach Japan, im Reiseführer gelesen, dass Japan eine lange Cafe-Tradition hat, wusste ich nicht, stimmt aber wahrscheinlich, heute zumindest, viele kleine Cafes, selbst in kleinen Orten gibt es immer ein schönes Plätzchen für den Nachmittag, zum kurz Verweilen und Kaffee trinken, naja, bei mir wurde es eher der Frühstückscappuccino, aber egal, wollte kein japanisches Frühstück mit Reisbällchen, Misosuppe, etc., daher eher in auf westlich gemachten Bäckerei-Ketten gefrühstückt, war lecker, der Cappuccino ok, besser als die Starbucks-Plörre, aber halt nichts Erwähnenswertes. Dann aber Tomonoura, ein kleines, ganz altes Fischerdörfchen, seit Jahrhunderten angeblich nicht verändert – außer den beiden modernen Touristenhotels natürlich – Sonne, Meer, Fischerbötchen. ein genialer, entspannender Nachmittag, wunderschön, dazu ein von einem jungen Pärchen geleitetes Cafe, direkt am Wasser, neben dem alten Leuchtturm, ach, ein schöner Nachmittag, ein guter, kein ganz Wie-In-Italien-Cappuccino, aber dennoch besser als die meisten in Deutschland.
Dann aber noch das Cappuccino-Highlight, Tokyo, Ginza, keine Ahnung, wie das Cafe heißt, finden würde ich es wieder, sah von außen schon teuer aus, egal, wir wollten ein Cafe, ein bisschen enttäuschend, kein Blick auf die große Kreuzung, naja, hatten nicht viel Zeit, also Cappuccino bestellt, knapp über 6€, Tokyo ist halt verdammt teuer, aber die Leistung, perfekt, ein Cappuccino der italienischen Spitzenklasse, der Preis egal in dem Moment, hmmm, lecker, ein Genuss, mehr kann ich dazu nicht sagen, bisher der beste Cappuccino in Asien, besser als alles, was ich in Deutschland hatte, die können halt doch besser kopieren als wir – der Tokyo Tower ist eine etwas größere, rot-weiße Kopie des Eifelturms -, obwohl, mittlerweile sind die ja innovativ und kopieren nicht nur, hmmm, vielleicht die Zukunft, Cappuccino made in Japan besser als der aus Italien, ich will auf jeden Fall zurück, Japan war super, ein toller Urlaub, nicht nur wegen des Cappuccinos.
Schlagworte: Cappuccino, Flughafen, Japan, Shanghai, Tokyo
21. Juni 2009 um So, 14:09 |
ich les deinen blog, deinen bewusstseinsstrom, gerne, wusste gar nicht, dass du so einen guten cappuccino getrunken hast, als ich neben dir in diesem cafe ohne kreuzungsblick saß, was hatte ich, ich glaube einen espresso, war auch nicht schlecht, aber mit mehrjähriger asienerfahrung achte ich schon gar nicht mehr auf den geschmack, guter kaffeegeschmack ist schon langer her und in der geschmackserinnerung sehr verblasst, also, wie lange bist du noch in shanghai, ich komme ende juli oder eher anfang august vielleicht mal vorbei, viel spaß noch beim a/c-gekühlten praktikum mit excel. gitte
ach ja, und wieso eigentlich „zehn“?
29. Juni 2009 um Mo, 15:39 |
Wow, es lesen neue Leute den Blog, der Cappuccino war super, den Genuss eines guten Cappuccinos lasse ich mir auf jeden Fall nicht nehmen. Wer suchet, der findet, zumindest in Shanghai, einen guten Cappuccino.
Ich bin noch bis Ende August in Shanghai, sag Bescheid, wenn du hier bist, dann können wir einen guten Cappuccino – oder auch Wein – trinke gehen.
Zehn, naja, geh mal auf Über uns, eigentlich war das mal so gedacht, dass alle zehn China-Programm Studenten den Blog nutzen, ich bin der einzige, der es wirklich gemacht hat, daher ist es jetzt mein Blog, es macht auf jeden Fall Spaß ihn zu schreiben.
Und, Spaß ist was anderes als die Arbeit mit Excel, Datenbanken abgleichen, super!!!!