Mal wieder bloggen, hat sich lange nichts getan im Blog, Schwester war im Lande – in China also -, 1 Tag frei, dann ab nach Japan , 8 Tage genialer Urlaub mit Ostasientreffen im Anschluss – 4 Tage im Sheraton Hotel in Tokyo, alles bezahlt, danke McKinsey, arbeiten werde ich trotzdem nicht für euch -, dann die erste Woche Praktikum bei Siemens, am Montag mehrfach am Computer kurz eingeschlafen, erholen vom wenigen Schlaf in Tokyo, wenig Zeit, heute viel Rumgerenne, jetzt Cafe, wunderschön, Cappuccino, guter Jazz, ein geiles Cafe, dazu aber mehr im nächsten Cappuccino-Test Eintrag.
Mit Schwester S. – wer erinnert sich noch an unser geiles Pop/Hip-Hop/RnB Sternchen aus Frankurt-Rödelheim – viel unternommen, waren in Suzhou und Hangzhou, ansonsten Shanghai, ein Tag eher spät zum People Square, ein bisschen rumlaufen, kurz aufs Dach des Museum of Contemporary Art (Moca), tolles Cafe dort, dann noch ein Art-Deco Hotel angucken, ne Freundin/Bekannte von Sabine treffen, danach keine Ahnung mehr, was wir gemacht haben, egal, als erstes halt zum People Square und ein bisschen rumlaufen, ein Mädel labert uns auf Englisch an, ist ganz nett, noch ein paar andere Chinesen dabei, dachte, die gehören dazu, als die gehen, dämmert es mir bereits, dann die eindeutige Frage, ob wir nicht Lust haben im Teehaus von Freunden mit ihr einen Tee zu trinken, es macht Klingeling bei mir, Achtung, Verarschung, schon oft gehört, angelabert am People Square, mit zur Teezeremonie gegangen, dann 1000 Yuan (ca. 120 Eur) dafür geblecht, nicht mit mir, mit Sabine auch nicht – naja, ich musste erst einmal ein bisschen Überzeugungsarbeit bei Sabine leisten -, schnell war sie weg, dann doch kein Spazierengehen mit uns, ohne Tee sind wir wohl uninteressant, was sind wir doch für Banausen, dass wir uns nicht für eine chinesische Teezeremonie interessieren.
Ok, das wäre geschafft, abgewimmelt, ab aufs Dach vom Moca, tolle Terrasse dort, Blick auf den People Square, tolle Preise auch, egal, wusste, dass es teuer ist, aber 5 Euro für nen Cappuccino ist schon happig – später hat sich rausgestellt, dass in den 5 Euronen auch der Eintritt ins Museum mit drin ist, daher ist der Cappuccino auch wieder preislich im Rahmen – , noch mal egal, ich hatte Cappuccino-Entzugserscheinungen, also so viel gelöhnt, gelohnt hat es sich, lecker war er, der bis dahin beste Cappuccio in Shanghai, die Bar, die dazu gehört auch schön, abends schon gute Parties dort erlebt, das Museum abhängig von der Ausstellung mittelmäßig bis langweilig, dieses Mal eher langweilig, obwohl 2-3 Sachen nicht schlecht waren. Da saßen wir nun, von oben konnte man gut die beiden Gruppe erkennen, die Leute ins nicht allzu billige Teehaus lotsen wollten, keine Gruppe war erfolgreich, Schadenfreude bei uns, schönes Sonnenwetter, plötzlich ein Handy-Klingeln, aber außer uns ist ja gar keiner da, dann noch mal, dann raff ich es, ein Vogel singt ein Handy-Klingeln nach, hatte das ja schon mal gelesen, dass sich die Gesänge der Vögel durch die Umwelt verändern, dass die Vögel aber Handy-Klingeln imitieren, wusste ich noch nicht, jetzt wüsste ich nur noch gerne, ob dieser Gesang beim anderen (Vogel)-Geschlecht ankommt, in Zukunft werde ich dann vielleicht Handy-Töne nachsummend durch die Innenstädte schlendern und warten, bis sich Frauen wortwörtlich um mich reißen, ich fands eher nervig, wollte ein bisschen Ruhe, stattdessen hatte ich einen Vogel, der den China Telecom Sound nachmacht, China halt, Ruhe gibt’s nicht wirklich.
Danach weiter zum Hudek-Hotel, schöne Art-Deco Lobby, ein toller Treppenaufgang, das wars, raus, eine französische Mutter mit Kindern aus den Klauen der Teehaus-Abzieher befreit – ich glaube, das Mädel, das am Anfang so nett zu uns war, mag mich jetzt nicht mehr, erst Schwester bequatscht nicht mit zu gehen, dann auch noch die Franzosen, die schon am Mitgehen waren, denen hab ich ganz schön das Geschäft versaut -, dann mit der Freundin von Sabine getroffen, eine griechiche Bar/Restaurant auf der Dachterrasse mit Blick auf Pudong, was ein dekadenter Tag, abends keine Ahnung, was wir gemacht haben, bestimmt waren wir irgendwie was Westliches essen.
Irgendwie kriege ich gerade keinen guten Übergang hin, aber eine Geschichte zu Natur pur wollte ich noch erzählen, hatte es schon in einer der tollen englisch-sprachigen Zeitschriften gelesen, für 10 Yuan – ca. 1 Euro – gibt’s Spray zum Färben von Hunden – also, Hunde sind hier in Shanghai eher ein Spielzeug, möglichst viel Fell, irgendwo ein Gesicht, das raus guckt, ansonsten aber wirklich eher eine Fellkugel, die sich viel zu langsam bewegt, weil sie – die Kugel = Hund – sich dick gefressen hat, obwohl, mir fällt gerade noch ein, dass es auch noch den Paris Hilton Style-Hund – hat sie ihr Hündchen noch – gibt, der im Handtäschchen durch die Gegend getragen wird -, ist zur Zeit total trendy, am beliebtesten ist es die Ohren zu färben, ein Foto von einem weißen Hund mit violett-orange gefärbten Ohren war auch in der Zeitschrift, naja, also irgendwo beim Rumlaufen, ein weißer Hund, eigentlich ein schöner Hund – das sage ich jetzt als Hundehasser/Vor-Hunden-Angst-Haber – mit Schlabberohren, die äußersten Ohrenspitzen orange gefärbt, also total cool der Hund, die Besitzerin aber noch besser, ein kurzer Rock – also ein wirklich kurzer Rock – aus bunten Stofffetzen, hatte was von einem bunten Vogel auf der Balz, hoffe nur, dass sie keine Katze zu Hause hat, sonst wird sie in dem Rock noch von ihrer eigenen Katze gejagt.
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