Schwesterbesuch

By Peter

Sabine ist da, jetzt schläft sie noch, deswegen habe ich ein bisschen Zeit zu schreiben, ob sie gestern wirklich noch den Eurovision Song Contest geguckt hat, keine Ahnung, ich hab da auf jeden Fall schon geschlafen, ist irgendwie anstrengend jeden Tag ein bisschen Programm zu organisieren, aber macht auch Spaß, shoppen, Cafe trinken und Tourist sein…

Suzhou, eine Enttäuschung, schon viel besser Tongli, kleine Wasserstadt, weniger Touristen, dafür immer noch schöne Gärten und ein leckeres Mittagessen, ansonsten bis jetzt Shanghai, das Übliche, Skybar, Yu-Garten, Einkaufen gehen, einfach Shanghai entdecken, Bundesliga gucken in der Sports-Bar von Yao Ming’s Eltern, eine ziemlich geniale Tanz-Performance angucken, immer mal wieder staunen und sich mit Taxifahrern rumärgern, die den Ort, zu dem wir wollen, gar nicht kennen, nächste Woche dann Hangzhou, hängt ein bisschen vom Wetter ab, wann, denn mittlerweile regnet es manchmal, die Regenzeit kommt näher.

Gestern abend war es dann so weit, es regnet, das aber so richtig, die Straßen stehen unter Wasser, wir auf der verzweifelten Suche nach einem Taxi, bei Regen ein Ding der Unmöglichkeit, egal, wir waren gut ausgestattet, Regenmäntel plus Schirm, nur die Füße waren nass, egal war ja nicht kalt draußen, also zur U-Bahn Station, dabei immer noch der Versuch ein Taxi zu erwischen, plötzlich von hinten, ein Fahrrad-Fahrer halb in Küchenfolie eingewickelt – manchmal muss ich sagen, dass ich Chinesen irgendwie liebe, so viel Pragmatismus gibt es selten auf der Welt – , er hatte wohl keinen Regenmantel zur Verfügung, dafür die Küchenfolie, einfach um den Körper gewickelt, sah lustig aus und immerhin ¼ des Oberkörpers war eingewickelt und daher trocken.

Hmmm, heute fällt mir kein guter Schluss ein, egal, gehe Sabine wecken, der Tag muss ja mal starten…

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